Der Wald ist für uns Menschen ein Ort der Stille, der Regeneration und Entspannung. Entwicklungsgeschichtlich kommen wir aus dem Wald und 99% der 300.000 Jahre, die es uns auf der Erde gibt, haben wir im Wald verbracht. Jede unserer Zellen kennt den Wald und in unserer Seele ist eine tiefe Sehnsucht danach angelegt.
Die Bäume sind unsere Brüder und Schwestern. Das „grüne Blut“ (Chlorophyll) ist nahezu identisch mit unserem roten Blut. Nur ein Element unterscheidet die Moleküle: dort wo bei uns Eisen im Molekül ist, sitzt im Chlorophyll Magnesium.
Intuitiv wussten die Naturvölker um diese Verwandtschaft und sie ehrten den Wald wir ihre Ahnen, ihre Eltern und ihre Geschwister. Das Wissen um diese tiefe Verbindung war intuitiv, jenseits also von rationaler Analyse und dem, was wir heute Wissenschaft nennen. Diese Wissenschaft muss ich heute mühevoll diese Erkenntnis der Verbundenheit erkämpfen – z.B. über die gesundheitliche Wirkung eines gesunden und biodiversen Waldes, die unsere Vorfahren empfunden und gespürt haben.

Die heutige, „modernen“ Naturanschauung ist gekennzeichnet von einem tiefen Spalt zwischen Mensch und Natur in unserem Bewusstsein. Wir sind der Natur entfremdet und es ist uns in der Regel nicht einmal bewusst. Wie selbstverständlich machen wir den Wald zum Objekt. Er wird zur „Fläche“, die Bäume zu Festmetern, der Boden zum Objekt, das man verschachern oder verpachten kann. Und der Wald selbst ist allenfalls ein „Naherholungsgebiet“ und etwas mit Bäumen und ein paar Füchsen, Rehen und Hasen dazwischen.
Wir haben den Verstand verloren. Insofern dass wir nicht mehr wissen (wollen), dass wir Kinder und Hüter der Natur sind. Dass wir nicht mit ihr „verfahren“ können wie mit allen anderen Objekten, die wir ausbeuten oder zu Geld machen.
Man mag zu dem, was man heute „Energiewende“ nennt, stehen wie man möchte. Man mag Windräder gut oder problematisch finden. Aber, so denke ich, die Axt anzulegen an das was uns nährt, uns erquickt, wieder auf den Boden holt und was unsere Urheimat ist, ist im wahrsten Sinn des Wortes ver-rückt.
Am 5. Juli 2026 findet in Tanna, Thüringen, die Premierengala der großen Windkraftdokumentation statt. Viele der über 400 Bürgerinitiativen gegen Windkraft im Wald kommen darin vor, zudem zahlreiche Experten aus der Ingenieurtechnik, der Chemie, Physik, der Medizin und der Psychologie.
Der Film wird anschließend auf youtube zu sehen sein.
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