Déjà vu – waren wir alle schon einmal hier?

In seinem Lied Deja vu aus dem Jahr 1970 nimmt David Crosby ein Thema auf, das sich in der östlichen, aber auch in der frühchristlichen und der alteuropäischen Spritualität findet: das Rad der Wiederkehr.

Waren wir alle schon einmal hier und ist das der Grund, warum uns manche Dinge so vertraut vorkommen, obwohl es ausgeschlossen ist, dass wir ihnen in diesem Leben schon einmal begegnet sind? Fragst du dich nicht auch, fragt Crosby – und richtet sich an den Zuhörer – was vor sich geht, unterhalb des Bodens, auf dem du vermeintlich sicher stehst?

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Das südliche und das nördliche Sprechen (Hanns-Josef Ortheil)

Letztens habe ich bei der Lektüre eines Romans eine für mich besonders schöne Schilderung von unterschiedlichen Arten, ein Gespräch zu führen, gelesen.
Die Stelle fand ich in einem Roman von Hanns-Josef Ortheil, der ein großer Liebhaber der italienischen Lebensweise ist.
Er beschreibt die Art und Weise wie die Einwohner des fiktiven Städtchens Mandlica auf Sizilien miteinander sprechen und vergleicht dies mit der ihm bzw. dem Icherzähler vertrauten nordischen (deutschen) Art und Weise, Gespräche zu führen.

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Auch dein Fluss ist Ganges

„Der Ganges-Fluss ist nicht allein auf Indien begrenzt. Er ist der Archetypus des Flusses an sich. Sein Wasser ist mit allen Gewässern der Erde verbunden. Ununterbrochen. Wenn du den Bach, der an deinem Haus vorbeifließt, mit deinen Fingern berührst, berührst du damit nicht auch das Meer, in das er schließlich mündet?

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Ostern – Fest des Lebendigen

An Ostern feiern wir den Neubeginn des Lebens. Nach der Zeit des Winters, des Todes und des Vergehens, beginnt nun das Leben von neuem. Wir erleben dies in der Natur und wir erleben es in uns.
„Vom Eise befreit sind Strom und Bäche / Durch des Frühlings holden, belebenden Blick / Im Tale grünet Hoffnungs-Glück / Der alte Winter, in seiner Schwäche / Zog sich in rauhe Berge zurück“ heißt es bei Goethe.

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