Im Netz habe ich einen sehr schönen Text über den Waldmeister gefunden, den ich hier teilen möchte:
„Ich mache dein Wahrnehmen weich.
Ich hüte und führe in stille Räume zwischen den Welten.
Im Netz habe ich einen sehr schönen Text über den Waldmeister gefunden, den ich hier teilen möchte:
„Ich mache dein Wahrnehmen weich.
Ich hüte und führe in stille Räume zwischen den Welten.
Der amerikanische Philosoph und Ökologe David Abrams zählt für mich derzeit zu den faszinierendsten Denkern und Autoren unserer Zeit. Sein Buch Im Bann der sinnlichen Natur geht der Frage auf die Spur, wer wir eigentlich sind. Trotz allen Fortschritts, aller Technik und aller rosigen Zukunftsverheißungen wirken die heutigen Menschen bedrückt, gehetzt, nicht bei sich und irgendwie wie aus der Welt gefallen.
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Die Blaue Blume ist ein zentrales Motiv der deutschen Romantik; sie steht für die Sehnsucht nach dem Einsgefühl in der Seele und nach der Einheit von Mensch und Natur.
Der Dichter Novalis lässt seinem Romanhelden Heinrich von Ofterdingen im Traum die Blaue Blume erscheinen, die in ihm eine tiefe Sehnsucht weckt und die sich im Fortgang des Traumes zum Gesicht seiner Mutter verwandelt. Wohl zeigt sich hier die allgemeine Sehnsucht der Romantik nach der Verbindung mit Mutter Erde, mit Mutter Natur. Und in der europäischen Tradition ist Blau ja auch die Farbe der Mütterlichkeit – Maria wird meist im blauen Mantel dargestellt.
In seinem Lied Deja vu aus dem Jahr 1970 nimmt David Crosby ein Thema auf, das sich in der östlichen, aber auch in der frühchristlichen und der alteuropäischen Spritualität findet: das Rad der Wiederkehr.
Waren wir alle schon einmal hier und ist das der Grund, warum uns manche Dinge so vertraut vorkommen, obwohl es ausgeschlossen ist, dass wir ihnen in diesem Leben schon einmal begegnet sind? Fragst du dich nicht auch, fragt Crosby – und richtet sich an den Zuhörer – was vor sich geht, unterhalb des Bodens, auf dem du vermeintlich sicher stehst?
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Letztens habe ich bei der Lektüre eines Romans eine für mich besonders schöne Schilderung von unterschiedlichen Arten, ein Gespräch zu führen, gelesen.
Die Stelle fand ich in einem Roman von Hanns-Josef Ortheil, der ein großer Liebhaber der italienischen Lebensweise ist.
Er beschreibt die Art und Weise wie die Einwohner des fiktiven Städtchens Mandlica auf Sizilien miteinander sprechen und vergleicht dies mit der ihm bzw. dem Icherzähler vertrauten nordischen (deutschen) Art und Weise, Gespräche zu führen.
– Friedrich Wilhelm Josef Schelling
Jesus von Nazareth, Thomasevangelium
An Ostern feiern wir den Neubeginn des Lebens. Nach der Zeit des Winters, des Todes und des Vergehens, beginnt nun das Leben von neuem. Wir erleben dies in der Natur und wir erleben es in uns.
„Vom Eise befreit sind Strom und Bäche / Durch des Frühlings holden, belebenden Blick / Im Tale grünet Hoffnungs-Glück / Der alte Winter, in seiner Schwäche / Zog sich in rauhe Berge zurück“ heißt es bei Goethe.
Suchst du das Höchste, das Größte?
Die Pflanze kann es dich lehren.
Was sie willenlos ist,
sei du es wollend – das ist’s!
Das Licht nimmt zu, die Tage werden spürbar länger und auch die Temperaturen sind gestiegen. So geht es jetzt auch unserer Stimmung. Die Beklemmung, die wir im Februar noch deutlich gespürt haben, tritt immer mehr in den Hintergrund; unsere Bereitschaft, uns nach vorne zu wagen, unsere Lust, Neues anzugehen, nimmt zu.
Der Februar konfrontiert uns mit zwei miteinander konkurrierenden Kräften, die wir sowohl in der Natur als auch in in uns selbst finden. Einerseits ist dies das Sammeln und Pflegen der Kräfte, verbunden mit Rückzug in die Erde; manche Menschen spüren das als Müdigkeit oder Erschöpfung und einem Bedürfnis nach Ruhe. Andererseits beobachten und spüren wir die nach außen, zum Licht drängende Kraft, die in der Natur und in unserer Seele wirkt.
Langjährige Leser der Radikalen Poesie kennen diesen Beitrag bereits aus den vorangegangenen Jahren. Jetzt, im zyklisch wiederkehrenden Februar, ist er wieder aktuell und erscheint in leicht modifizierter Form.
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Meinem bewußten Denken war klar, dass am 1. Februar Imbolc ist. Die Zeit also, in welcher die Frühlingskraft anbricht, symbolisiert durch Brigid oder Birgit, die Lichtbringerin. Der Zeitpunkt fällt zusammen mit dem 2. Vollmond nach der Wintersonnwende.
Mein Kopf also wußte es und überlegte, wie ich und wir es begehen würden, denn an einem Gruppenritual würden wir dieses Jahr nicht teilnehmen können.
Hunter Beaumont
Das nachfolgende Gedicht habe ich zugeschickt bekommen, mit dem Vermerk, es stamme aus Südafrika, eine genauere Autorenangabe gibt es nicht.
Dieses Gedicht hat mich spontan angesprochen, etwas in mir ist sofort damit in Resonanz gegangen. Das „Langsamergehen“ scheint mir ein gutes Motto für das nun gerade angebrochene Jahr zu sein. Vielleicht auch für Sie und Euch, liebe Leserinnen und Leser der Radikalen Poesie.
In diesem Sinne Gesundheit, Glück und Segen für das Neue Jahr!
Am 21. Dezember war die Wintersonnwende des Jahres 2025. Der kürzeste Tag und die längste Nacht des Jahres. Für viele von uns war und ist das Dunkel und die Kälte in diesen Tagen eine echte Herausforderung. Und doch ist der dunkelste Tag des Jahres zugleich der Tag der Neugeburt des Lichtes.
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Rachel Carson (1907-1964)
Sandra Maitri
Sie erziehen uns zu Produzenten und Konsumenten und nicht zu freien Menschen.
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José Luis Sampedro
Es ist heiß. Sehr heiß. Mit fällt ein, dass diese Tage Hundstage genannt werden. Ich schaue im Internet nach. Dort erfahre ich, dass die Hundstage vom 23.Juli bis zum 23. August dauern. Na, dann liegen wir ja richtig. Weiterhin lese ich, dass die Hundstage Hundstage heißen, weil sie etwas mit dem Sirius, dem Stern des Großen Hundes, zu tun haben. Der Stern des Großen Hundes sei das Zeichen für große Sommerhitze. Na, von mir aus könnte der Große Hund gerne eine Nummer kleiner sein.
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XIV. Dalai Lama
Johann Wolfgang von Goethe
Ludwig Wittgenstein
Komm herab, o Heil’ger Geist,
der die finstre Nacht zerreißt,
strahle Licht in diese Welt.
Komm, der alle Armen liebt,
komm, der gute Gaben gibt,
komm, der jedes Herz erhellt.
Am 16. Mai 2025 spielte das Hartwin Trio im Saal des alten Dorfwirthauses „Linde“ in Lobbach. „Folk aus Belgien“ war angekündigt. Die zauberhafte Musik aber, die im Saal erklang, ist mit dem Wort „Folk“ nur unzureichend beschrieben
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Im Jahreskreis sind wir nun im Frühling angekommen. Das Leben erwacht aus dem Winterschlaf und drängt zum Licht. Am 20. März, der Tagundnachtgleiche, beginnt nun auch kalendarisch das Frühjahr
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Es war einmal, so beginnen alle Märchen. Auch diese Geschichte beginnt mit diesen Worten. Es war einmal, in einer fernen Zeit und in einer fernen Gegend, ein Königreich. Es war klein und abgelegen, hatte keine Bodenschätze und war wenig fruchtbar. Dennoch lebten die Bewohner gerne dort. Ein langer Krieg hatte das Land erschöpft, der König war gestorben und es gab keinen Thronfolger.
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Gerhart Hauptmann, 29.3.1945
Im Zyklus des Jahreskreises kommen wir nun bei Imbolc an. Die Radikale Poesie veröffentlicht zu diesem Anlass erneut den Artikel aus dem Jahr 2024 – im Jahreskreis gibt es keine Aktualisierung, sondern Vertiefung des Bekannten in der Wiederkehr.
Ausgangs des Mittwinters merken wir, dass das Licht mehr geworden ist. Eine Stunde länger etwa sind die Tage in Mitteleuropa im Vergleicht zu Yul, der Wintersonnwende.
Nach der Überzeugung unserer alteuropäischen Ahnen hat Brigida, die Lichtbringerin, die Szene betreten.