Vom Zeigen der seelischen Wunde – das Kalenderblatt vom Februar 2026
Der Februar konfrontiert uns mit zwei miteinander konkurrierenden Kräften, die wir sowohl in der Natur als auch in in uns selbst finden. Einerseits ist dies das Sammeln und Pflegen der Kräfte, verbunden mit Rückzug in die Erde; manche Menschen spüren das als Müdigkeit oder Erschöpfung und einem Bedürfnis nach Ruhe. Andererseits beobachten und spüren wir die nach außen, zum Licht drängende Kraft, die in der Natur und in unserer Seele wirkt.
Langjährige Leser der Radikalen Poesie kennen diesen Beitrag bereits aus den vorangegangenen Jahren. Jetzt, im zyklisch wiederkehrenden Februar, ist er wieder aktuell und erscheint in leicht modifizierter Form.
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Meinem bewußten Denken war klar, dass am 1. Februar Imbolc ist. Die Zeit also, in welcher die Frühlingskraft anbricht, symbolisiert durch Brigid oder Birgit, die Lichtbringerin. Der Zeitpunkt fällt zusammen mit dem 2. Vollmond nach der Wintersonnwende.
Mein Kopf also wußte es und überlegte, wie ich und wir es begehen würden, denn an einem Gruppenritual würden wir dieses Jahr nicht teilnehmen können.
Hunter Beaumont
Das nachfolgende Gedicht habe ich zugeschickt bekommen, mit dem Vermerk, es stamme aus Südafrika, eine genauere Autorenangabe gibt es nicht.
Dieses Gedicht hat mich spontan angesprochen, etwas in mir ist sofort damit in Resonanz gegangen. Das „Langsamergehen“ scheint mir ein gutes Motto für das nun gerade angebrochene Jahr zu sein. Vielleicht auch für Sie und Euch, liebe Leserinnen und Leser der Radikalen Poesie.
In diesem Sinne Gesundheit, Glück und Segen für das Neue Jahr!
Am 21. Dezember war die Wintersonnwende des Jahres 2025. Der kürzeste Tag und die längste Nacht des Jahres. Für viele von uns war und ist das Dunkel und die Kälte in diesen Tagen eine echte Herausforderung. Und doch ist der dunkelste Tag des Jahres zugleich der Tag der Neugeburt des Lichtes.
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Rachel Carson (1907-1964)
Sandra Maitri
Im Jahreskreis kommen wir nun bei Samhain an. Innerhalb der vier keltischen Jahreskreisfeste (Imbolc, Beltane, Lughnasadh und Samhain) hat Samhain eine Sonderstellung. Auf Samhain, so ist zu lesen, laufen alle anderen Schwellenfeste zu.
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Sie erziehen uns zu Produzenten und Konsumenten und nicht zu freien Menschen.
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José Luis Sampedro
Es ist heiß. Sehr heiß. Mit fällt ein, dass diese Tage Hundstage genannt werden. Ich schaue im Internet nach. Dort erfahre ich, dass die Hundstage vom 23.Juli bis zum 23. August dauern. Na, dann liegen wir ja richtig. Weiterhin lese ich, dass die Hundstage Hundstage heißen, weil sie etwas mit dem Sirius, dem Stern des Großen Hundes, zu tun haben. Der Stern des Großen Hundes sei das Zeichen für große Sommerhitze. Na, von mir aus könnte der Große Hund gerne eine Nummer kleiner sein.
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XIV. Dalai Lama
Johann Wolfgang von Goethe
Ludwig Wittgenstein
Komm herab, o Heil’ger Geist,
der die finstre Nacht zerreißt,
strahle Licht in diese Welt.
Komm, der alle Armen liebt,
komm, der gute Gaben gibt,
komm, der jedes Herz erhellt.
Am 16. Mai 2025 spielte das Hartwin Trio im Saal des alten Dorfwirthauses „Linde“ in Lobbach. „Folk aus Belgien“ war angekündigt. Die zauberhafte Musik aber, die im Saal erklang, ist mit dem Wort „Folk“ nur unzureichend beschrieben
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Im Jahreskreis sind wir nun im Frühling angekommen. Das Leben erwacht aus dem Winterschlaf und drängt zum Licht. Am 20. März, der Tagundnachtgleiche, beginnt nun auch kalendarisch das Frühjahr
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Es war einmal, so beginnen alle Märchen. Auch diese Geschichte beginnt mit diesen Worten. Es war einmal, in einer fernen Zeit und in einer fernen Gegend, ein Königreich. Es war klein und abgelegen, hatte keine Bodenschätze und war wenig fruchtbar. Dennoch lebten die Bewohner gerne dort. Ein langer Krieg hatte das Land erschöpft, der König war gestorben und es gab keinen Thronfolger.
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Gerhart Hauptmann, 29.3.1945
Im Zyklus des Jahreskreises kommen wir nun bei Imbolc an. Die Radikale Poesie veröffentlicht zu diesem Anlass erneut den Artikel aus dem Jahr 2024 – im Jahreskreis gibt es keine Aktualisierung, sondern Vertiefung des Bekannten in der Wiederkehr.
Ausgangs des Mittwinters merken wir, dass das Licht mehr geworden ist. Eine Stunde länger etwa sind die Tage in Mitteleuropa im Vergleicht zu Yul, der Wintersonnwende.
Nach der Überzeugung unserer alteuropäischen Ahnen hat Brigida, die Lichtbringerin, die Szene betreten.
Ilya Prigogine
Wenn ich mich in meinem privaten und beruflichen Umfeld umhöre, dann begegnen mir in letzter Zeit wiederkehrend ein großer Pessimismus und eine geringe Zuversicht. Die Menschen beteuern, dass die politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen und die sich daraus ergebenden schlechten Aussichten daran Schuld seien. Es ist mir aufgefallen, dass ich diese Haltung bei mir selbst nicht finde. Im Gegenteil, ich entdecke in mir eine gewisse Grundzuversicht, und ich habe mich gefragt, wie ich eigentlich dazu komme. Einerseits mag dies daher kommen, dass ich die politischen Entwicklungen anders einschätze als der sogenannte „Mainstream“. Ich mache mir auch keine Sorgen um das Klima. Meine Kriegsangst ist aufgrund des Ausgangs der Wahlen in den USA deutlich gemindert.
Aber das allein ist es nicht. Und deshalb habe ich mich gefragt: aus welcher Quelle kommt die Zuversicht? Oder noch pragmatischer formuliert: was können wir tun, um Zuversicht „herzustellen“?
In der Konsumgesellschaft verlernt man das Verweilen
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Byung-Chul Han
Der entscheidende Schritt zu einem mit sich in Frieden lebenden Mann ist der Schritt vom Schlachtfeld des Lebens in den Garten
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Jürgen Fliege
Seit langem gilt in der Psychotherapie der Satz „Reden reicht nicht“.
Denn wir sind Körper, unsere Emotionen sind körperlich und unsere Blockaden sind im Körper. Wie aber können wir den Körper als Instrument der seelischen Heilung nutzen? Wie kann er sich zum Ausdruck bringen und uns helfen, das, was uns belastet, loszuwerden?
Liebe Leser,
ich muss Sie gleich vorwarnen: dies ist kein poetischer Text. Es gibt nichts unpoetischeres als den Krieg. Und am Krieg komme ich gerade nicht vorbei. Er steht vor mir und verschlägt mir die Sprache.
Diese wunderschöne Musik von Arnold Schönberg passt wunderbar zum Vollmond …
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Ein Fühlmal ist wie ein Denk-Mal, nur bezieht es sich auf das Fühlen. Hinspüren im Innehalten. Eine Einladung zur Be-Sinnung.
Vielleicht wird eine Serie daraus. Wer weiß?
Den Anfang macht ein Zitat von C.G. Jung, dem formidablen Psychologen, der dem Spirituellen in der Psychologie und Psychotherapie Einzug verschafft hat.