Jede Blüte will zur Frucht,
Jeder Morgen Abend werden,
Ewiges ist nicht auf Erden
Als der Wandel, als die Flucht.
Welkes Blatt (Herrmann Hesse)
Jede Blüte will zur Frucht,
Jeder Morgen Abend werden,
Ewiges ist nicht auf Erden
Als der Wandel, als die Flucht.
Ich bin zu Hause zwischen Tag und Traum.
Dort wo die Kinder schläfern, heiß vom Hetzen,
dort wo die Alten sich zu Abend setzen,
und Herde glühn und hellen ihren Raum.
Der alte Lakota war weise. Er wusste, dass des Menschen Herz verhärtet, wenn er sich von der Natur entfernt; er wusste, dass ein Mangel an Respekt vor wachsenden, lebenden Dingen schon bald zu einem Mangel an Respekt auch vor dem Menschen führt.
Häuptling Luther Standing Bear
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STILLE IM WALD
In der Zeit des Erwachens sollten wir erlernen, Stille zu üben – gleichzeitig alle Sinne wecken. in den Wald gehen und Ruhe finden.
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Es gab ja bereits vor einigen Jahren hier in der Radikalen Poesie eine „Sommer“- Serie – Lieder zum Sommer und auch einen Filmschnippsel aus Sommer von Eric Rohmer.
Und der heurige Sommer flüsterte mir zu, dass auch er besungen, bespielt und erzählt werden möchte.
Nun denn …
Wenn jetzt Sommer wär?
Es ist Sommer!
Der Wald ist für uns Menschen ein Ort der Stille, der Regeneration und Entspannung. Entwicklungsgeschichtlich kommen wir aus dem Wald und 99% der 300.000 Jahre, die es uns auf der Erde gibt, haben wir im Wald verbracht. Jede unserer Zellen kennt den Wald und in unserer Seele ist eine tiefe Sehnsucht danach angelegt.
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Die einen sagen, es ist der Klimawandel, für die anderen ist einfach Sommer. Jedenfalls ist es gerade, wie auch letztes Jahr in einer Phase, sehr heiß.
Leider ist unsere liebe Hündin Yoko, die letztes Jahr der Aufhänger für diesen Beitrag war, im Januar verstorben. Sie war für uns der beste Hund der Welt und es ist immer noch traurig, dass sie von uns gegangen ist.
Die Wiederaufnahme dieses kleinen Beitrags von 2025 aus der Reihe „Mein (un)poetischer Alltag“ ist auch eine kleine Hommage an unsere Schnuffe, die viel zu früh gegangen ist.
„Es ist heiß. Sehr heiß. Mit fällt ein, dass diese Tage Hundstage genannt werden. Ich schaue im Internet nach. Dort erfahre ich, dass die Hundstage vom 23.Juli bis zum 23. August dauern. Weiterhin lese ich, dass die Hundstage Hundstage heißen, weil sie etwas mit dem Sirius, dem Stern des Großen Hundes, zu tun haben. Der Stern des Großen Hundes sei das Zeichen für große Sommerhitze. Na, von mir aus könnte der Große Hund gerne eine Nummer kleiner sein.
Am 21. Juni ist der längste Tag des Jahres, die Hochzeit des Lichts. Nun leben wir in der Fülle und das Leben, innen und außen, feiert sich selbst.
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Immer wieder stoße ich auf Texte, auf Essays oder auch Gedichte, welche die tiefe und poetische Beziehung des Menschen zur Natur schildern. Die naturverbundenen Seelen wissen ja um diese Verbindung. Und sie braucht immer wieder die Bestärkung, durch Teilen der Erfahrung, durch Lieder, durch Gedichte und vieles andere mehr.
Dieser Tage bin ich auf das Gedicht „Der Frieden der wilden Dinge“ des Schriftstellers und Ökobauers Wendell Berry gestoßen, das mich tief berührt hat und das ich deshalb hier auf der Radikalen Poesie vorstellen möchte.
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