Man sagt
Die Liebe öffnet
Eine Tür
Von einem Herzen
Zum andern.
Doch wo es
Keine Mauer
Gibt,
Wo soll dann
Eine Tür sein?
Rumi
Doch wo es
Keine Mauer
Gibt,
Wo soll dann
Eine Tür sein?
Rumi
Wenn der Mensch in deutschsprachigen Gefilden einstmals seiner Freude, seiner Begeisterung oder seiner Anerkennung Ausdruck verleihen wollte, so griff er zu Lauten bzw. Worten wie „Uiii“, „Hurra“, „Hei, wie schön“, „Sauber“ oder „Respekt“.
Im Gefolge des Tschu-ing Gamm hielten gewisse sprachliche Neuerungen ihren Einzug, die auch zu Vereinfachungen führten. Denn heute haben wir für all die Vielfalt von Lauten und Worten, mit der wir uns ehedem herumschlagen mußten, ein einziges, und das heißt WAU. Weiterlesen
Wörding ist eine Ortschaft im Wortenaukreis und liegt an der Reede. In der Nachbarschaft befinden sich die Gemeinden Reedestein, Spraching, Laaberfels und Brabbel. Einmal kam ein Englischprofessor in Wörding vorbei und meinte, der Gemeindename erinnere ihn an das englische Wort Wording, was so viel bedeute wie Wortwahl oder Sprachgebrauch. „So ein Zufall“ sagten die umstehenden Wördinger und kicherten.
In letzter Zeit treffen in der Redaktion immer wieder Meldungen aus Wörding ein, die sich auf bestimmte Sprachgebräuche beziehen. Aus einer Laune heraus hat sich die Redaktion der Radikalen Poesie entschlossen, diese Post aus Wörding der geneigten Leserschaft in unregelmäßigen Abständen zur Verfügung zu stellen. Sei’s drum.
Ich hatte einmal einen Kollegen, der sagte mindestens in jedem zweiten Satz sozusagen. Sozusagen war sozusagen sein Lieblingsfüllwort. Er sagte nie gewissermaßen oder quasi (was wiederum ein ehemaliger Kommilitone von mir sozusagen ständig sagte). Nein, er baute gewissermaßen fortlaufend das Füllwort sozusagen ein.
Am Ende des Tages ist gewissermaßen eine schöne Satzeinleitung, wenn man Weiterlesen