Gestern ist Asche
Morgen ist Holz
Nur heute brennt das Feuer

Dieses Indianern, gelegentlich auch den Inuit zugeschriebene Sprichwort drückt eine tiefe Wahrheit aus. Wir finden diese Wahrheit in allen Traditionen, auch den europäischen. Denken wir nur an an das römische Motto „Carpe diem“. All dies gemahnt uns, im JETZT zu sein. Die einzige Zeit, in der wir leben und er-leben können. Dennoch verbringen wir die meiste Zeit damit, über die Vergangenheit nachzudenken oder uns über die Zukunft Sorgen zu machen.

Die Art und Weise wie die Zukunft in diesem Spruch angesprochen wird, ist besonders schön. Die Zukunft wird hier als Holz angesehen, im Kontext des Spruches ist es Brennholz. Doch mit Holz kann man vieles machen. Etwas bauen. Es im Garten vergraben und damit den Boden über die entstehenden Mikroorganismen verbessern. Oder eben es verbrennen. Zukunft (Holz) also ist Potentialität, die auf uns wartet. Kein Grund zur Sorge also. Und damit verbunden ist wiederum eine Einladung, im Jetzt zu verweilen.

 

Kalligrafie: Hans Neidhardt

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