Da gibt es doch nichts zu danken, sagte letztens einer. Es ist doch einfach da, so wie ich auch. Und wenn es da ist, dann nutze ich es auch.

So spricht der homo consumens. Ich bin halt da und alles andere auch. Dies könnte nun die Einleitung zu einem längeren Essay werden.
Oft genug aber verstellen allzuviele Worte den Sinn.
Deshalb hier ein Versuch in Kürze. Warum dankbar sein? Eine überraschende Antwort könnte sein: weil dankbar sein erfüllend ist. Weil der Dank uns innerlich weit macht und uns verbindet mit dem Sein. Der Mensch kann Samen gewinnen oder kaufen. Er kann säen, düngen und wässern. Aber kein Mensch ist in der Lage, einen Apfel zu erschaffen. Der Apfel ist das Ergebnis einer Kraft, die hinter allem ist und unsichtbar bleibt. Manche nennen sie vis vitalis, andere nennen sie Gott.

Der Dank stellt die Verbindung her zu dieser Quelle. Dieses Verbundensein erfüllt uns. Eingebundensein in ein Ganzes entspannt uns. Es läßt uns vertrauensvoll werden, weich und froh. Es wird uns klar, wie gut für uns gesorgt ist. Wie gut die Natur für uns sorgt. Wenn wir sie lassen.

Nicht die Glücklichen sind dankbar
Es sind die Dankbaren, die glücklich sind
Francis Bacon

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