
Und schreib getrost: Am Anfang war die Tat! Und vergiß nicht die richtige Betonung: Am Anfang war die Tat; denn alle höhere Entwicklung wird vom Willen zur Faulheit geleitet.
Georg Simmel

Und schreib getrost: Am Anfang war die Tat! Und vergiß nicht die richtige Betonung: Am Anfang war die Tat; denn alle höhere Entwicklung wird vom Willen zur Faulheit geleitet.
Georg Simmel

„Wir verallgemeinern zuviel, zu hastig durchstoßen wir die Fülle der Erscheinungen mit einigen Formeln. Aber je allgemeiner wir werden, desto leerer werden wir, und im großen Ganzen den Umriß des Einzigen, Unwiederholbaren zu wahren, das ist das schwierige Geheimnis“
Wilhelm Lehmann, Bukolisches Tagebuch 1929

ALLE NATUR,
ALLES WACHSTUM,
ALLER FRIEDE,
ALLES GEDEIHEN UND
SCHÖNE IN DER WELT
BERUHT AUF GEDULD,
BRAUCHT ZEIT,
BRAUCHT STILLE,
BRAUCHT VERTRAUEN
Herrmann Hesse

„Ihr Alle, denen die wilde Arbeit lieb ist und das Schnelle, Neue, Fremde, – ihr ertragt euch schlecht, euer Fleiß ist Flucht und Wille, sich selber zu vergessen. Wenn ihr mehr an das Leben glaubtet, würdet ihr weniger euch dem Augenblicke hinwerfen. Aber ihr habt zum Warten nicht Inhalt genug in euch – und selbst zur Faulheit nicht!“
(Friedrich Nietzsche, Also sprach Zarathustra)



„Die Katzen wählen, und sie nehmen sich am Tag und in der Nacht vom Sommer das Schönste“ (Colette)
Heutzutage noch zu Wagner zu gehen, und dann auch noch in den Parsifal, scheint vollkommen aus der Zeit gefallen.
Der Zeitgeist ist kein Wagnerianer. Ersterer ist oberflächlich, schnell und fällt Urteile wie Fallbeile. Wagner dagegen lotet Tiefen aus und dies in epischer Breite. Heißt konkret: wer einer Wagneroper beiwohnen will, braucht in der Regel reichlich Sitzfleisch. Und der Besucher muß sich einlassen Weiterlesen
Unter diesem Titel sind die „Betrachtungen und Beobachtungen“ von Ralph Waldo Emerson, herausgegeben von Egon Friedell, erschienen.
„Wer ein Mensch sein will, der muß Nonkonformist sein“, so lautet eine der Überzeugungen des ehemaligen Predigers, der sein Amt aber nach 3 Jahren bereits wieder aufgab.
„Kinder des Waldes“ nennt er seine Gedanken, weil sie auf langen Spaziergängen durch die Wälder entstanden sind und in Essays einflossen, die sich an Montaigne orientierten.
Im Text „Mut“ steht folgendes zu lesen: „In allen Geistestätigkeiten ist dieselbe Macht siegreich: die Fähigkeit, im eigenen Herzen zu lesen; denn im Herzen allein ist alle Wahrheit und aller guter Rat zu Hause“.
Im vorletzten Jahr ist unter diesem Titel Roger Willemsens letztes Buch erschienen, nach seinem Tod.
Der Text ist ein Manifest. Seine Kürze steht in umgekehrtem Verhältnis zu seiner Kraft und seinem Gehalt.
Sollte ich nur ein paar wenige Bücher auf eine einsame Insel mitnehmen dürfen, dieses Buch würde wohl dazugehören. Weiterlesen