Zitat zum Tag: Martin Mosebach vs. Oliver Kahn

_DSC5709
EL TIME II (2017) © Lothar Eder 2017

 

„Das neue Bild von einer Karriere – nicht wie einstmals, die übertragene Tätigkeit immer besser zu verstehen und immer vollkommener zu durchdringen, bis man Meister geworden war, sondern jede Beschäftigung nur als Übergang, nur als Sprungstein für eine ganz andere zu begreifen …“

Martin Mosebach, Der Mond und das Mädchen, S. 17-18 der TB Ausgabe.

Fällt einem da nicht gleich das berühmte Zitat aus Schillers „Glocke“ ein – „Der Meister darf die Form zerbrechen, mit weiser Hand, zur rechten Zeit“?
Der Satz aus dem Roman von Martin Mosebach spricht ein Charakteristikum unserer Zeit an: den Menschen im Hamsterrad, das Unstete, das „In-Bewegung-bleiben-müssen“, die Verluste von Ort und Zeit. „Weiter, immer weiter“, heißt mit Oliver Kahn die Devise der Gegenwart.
Es in einer Tätigkeit zur Meisterschaft zu bringen, bedeutet eine andere Form des Weiterkommens. Sie ist nicht geprägt von Hetze, sie kennt die Gegenwart, das Verweilen, im Gegensatz zum ständigen Fortkommen. Sie ist ganz DA, ohne den Gedanken an ein Weiterkommen. Das DA-sein blickt zum Horizont, aber es muss nicht gleich in Sportkleidung darauf zulaufen. Es kann in seinem Zentrum bleiben, das es vorher ausgebildet hat.

Mein (un)poetischer Alltag: das Bergtrikot II – oder warum Kettenöl gut fürs Selbstbewußtsein ist

Letzte Woche kam ich nach meiner peinlichen Niederlage auf der „Bergetappe“ (5% Steigung auf ca. 80m) auf die glorreiche Idee, dass ich nicht mehr Kondition, sondern eine geschmierte Kette und Ritzel brauche. Gesagt, getan. Mein Tourenrad schnurrt seither wie ein Kätzchen und läuft – eben wie geschmiert.

Letzte Woche war leider Weiterlesen

Mein (un)poetischer Alltag. Heute: das Bergtrikot

Wie ich hier möglicherweise schon einmal angedeutet habe, erreiche ich noch dieses Jahr das Seniorenticketalter. Dies macht zwar einiges schwerer, vieles aber auch leichter.  Z.B. läßt so mancher Alltagsehrgeiz, der mich früher des öfteren anflog, einfach nach.

Naja, nicht immer. Gestern war Mittwoch. Und mittwochs fahre ich immer mit dem Fahrrad in die Praxis. Eine schöne Strecke, zumindest der erste Teil, denn er führt am Neckar entlang, bevor man dann nach ein paar Kilometern in Beton- und Asphaltwelten der Großstadt eintaucht.  Weiterlesen

Fotografie zum Tag: Seestücke / Seascapes

_DSC5710

EL TIME (2017)

Die „Seestücke“, also Gemälde und Fotografien (= Stücke) vom Meer, haben in der Landschaftsmalerei und -fotografie eine lange Tradition.

Hier ist ein Beispiel meiner eigenen Versuche am Thema. Die Experten werden natürlich gleich erkennen, aus welcher „Schule“ das Bild kommt.

Das Foto zeigt eine Meeresoberfläche im Abendlicht, aufgenommen aus der Höhe am „El Time“ auf La Palma. Es ist digital aufgenommen und in S/W konvertiert, da sich erst aus dem Kontrast der reinen Lichtwerte der eigentliche Reiz der Aufnahme ergibt. Zudem finde ich, obwohl ich viele Farbfotografien im Portfolio habe, dass nach wie vor S/W die „hohe Schule“ der Fotografie ist.
Es ist Teil einer Serie, die ich in den nächsten Jahren ausstellen zu können hoffe.

 

Internationale Kunst heute 2017

Vor kurzem ist der aktuelle Band von „Internationale Kunst Heute“ erschienen. Er wird herausgegeben von der Künstlerin und Kunstmanagerin Martina Kolle und der Kunsthistorikerin Dr. Ingrid Gardill.

Es finden sich darin 127 Künstler aus 74 Ländern aus den Bereichen Malerei, Grafik, Skulptur und Fotografie. Herausgekommen ist dabei ein hochwertiger Kunstband mit einer großen Bandbreite künstlerischer Wege zur Welt, zu sich, zu …

Die Texte von Ingrid Gardill bestechen durch ihre Einfühlung in die einzelnen Werke, ihren Kenntnisreichtum und die Fähigkeit, dies in wenigen Worten auf den Punkt zu bringen.

Mehr dazu findet sich unter:
http://internationalekunstheute2017.de

Ich bin sehr froh und auch ein wenig stolz, daß ich in den Kreis der erwähnten Künstler aufgenommen wurde. Den Beitrag über meine Fotografie findet man hier:
http://www.internationalekunstheute2017.de/#100

Das Buch ist für 49,- € erhältlich bei http://internationalekunstheute.de

 

Mein (un)poetischer Alltag oder: wir machen den Unterschied

Ich stand in der Filiale einer bekannten Drogeriemarktkette (deren Namen an eine in Deutschland und der Welt einmal sehr geschätzte Währung erinnert) vor dem Regal mit den Zahnbürsten. In der Nähe eine Mitarbeiterin, die irgendetwas auspackte. Ein Kunde, ein älterer, südländisch aussehender Herr, angenehm gekleidet, trat auf sie zu. „Bedienen Sie hier“, fragte er freundlich. „Ich arbeite hier“ erwiderte die Mitarbeiterin scharf. Weiterlesen

Ausstellungsankündigung

 

Lothar Eder

Perlbach

BACHSTÜCKE | BROOKSCAPES
FOTOGRAFIEAUSSTELLUNG MUSEUMSSCHEUER DOSSENHEIM

Herzliche Einladung zur Vernissage am So. 7.5.2017 11.30h
Ausstellungsdauer: 7.5.-17.9.2017
Ort: Museumsscheuer Dossenheim, Rathausstraße 47, 69221Dossenheim
Öffnungszeiten: jeden 3. Sonntag im Monat 15-17h und nach tel. Absprache (fast) jederzeit: 06221-864561 oder 0171-5888958
Veranstalter:  Kommission Kunst Dossenheim
Weitere Informationen: http://www.eder.photography

Poetisch vs. unpoetisch

Unpoetisch: Tscheijntsch (Change)
Poetisch: Veränderung, Übergang

Unpoetisch: Breijk (Brake)
Poetisch: Pause, Innehalten, Verweilen

Unpoetisch: Rollrasen
Poetisch: Wiese

Unpoetisch: Mails checken
Poetisch: Briefe öffnen

Letzte Chance(n) vor dem Abhängen

Einladung der gedehnte Blick w-2

Meine beiden Ausstellungsbeteiligungen in Mannheim und Wiesloch gehen demnächst zu Ende.

Die Doppelausstellung „Der gedehnte Blick“ zusammen mit der Malerin Iris Kamlah ist noch bis 27.4. zu sehen: www.akademie-im-park.de

Meine Auswahl der „Bachstücke“ hängt noch bis einschließlich 1. Mai in der C7 Galerie in Mannheim: http://www.c7galerie.de

Bereits am 7. Mai ist die Vernissage zu einer Einzelausstellung, innerhalb derer ich alle bis dato existierenden „Bachstücke“ aus meinem Portfolio zeigen darf. Ich freue mich sehr auf diese Ausstellung, weil zum einen die Museumsscheuer in Dossenheim bei Heidelberg ein sehr inspirierender Ausstellungsort ist. Zum anderen ist es das erste Mal, daß ich selbst alle Arbeiten aus der Serie zusammen an der Wand sehe.
Hiermit ergeht bereits eine herzliche Einladung an alle Interessierten zur Vernissage: Sonntag, 7. Mai 2017 11.30h, Museumsscheuer, Rathausstraße 47, 69221 Dossenheim. Die Veranstalterin, die Kommission Kunst in Dossenheim, stellt Getränke und Häppchen in Aussicht.