Eine junge Radfahrerin ist es, die mir heute morgen dazu verhilft, nicht nur körperlich sondern auch seelisch aus kanarischen Inselwelten wieder in Deutschland zu landen.
Ich wollte nicht mit dem Auto zur Arbeit fahren, sondern noch ein wenig frische Luft atmen und die Natur mitbekommen. Also nahm ich das Fahrrad. Am Fluß entlang führt der Weg, da höre ich hinter mir eine Frauenstimme. Ach, denke ich, da fahren zwei nebeneinander und unterhalten sich. Die Stimme kommt näher (als älterer Herr macht es mir nicht mehr so viel aus, überholt zu werden), ich drehe mich kurz um und erblicke: nur eine einzelne Radlerin. Sie hat ein Headset auf und spricht (scheinbar) vor sich hin. Ich schnappe einen Gesprächsfetzen auf, indem das Wort „Preissteigerung“ vorkommt. Dann vergrößert sich der Abstand zwischen ihr und mir. Jetzt bin ich wieder da, denke ich. Dort wo man nicht wirklich da ist, sondern eigentlich ständig woanders oder mit der Aufmerksamkeit bei mindestens 2 Dingen gleichzeitig. Multitasking nennt man das, glaube ich. Ich schaue ein wenig auf den Fluß, höre ein paar Enten vom Ufer her quaken und freue mich an dem Grün, das überall an den Büschen sprießt.

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