In der 10. Raunacht, am 3. Januar, richten wir unser Bewußtsein aus auf das Thema

Tatkraft, Handlung, Mut

 

Jetzt geht es darum, das, was in uns in Bewegung gerät, in die Tat hineinfließen zu lassen – Es gibt nichts Gutes, außer man tut es, sagte Eric Kästner.

Der Mut, althochdeutsch muot, was so viel heißt wie „Kraft des Denkens, Seele, Herz, Absicht, Neigung“ hat ebenso wie der altgriechische Thymos seinen körperlichen Ort im erweiterten Herzraum. Deshalb sprechen wir auch von „beherzt sein“ oder „sich ein Herz fassen“. Er entspricht der Kraft und hängt mit der Lebenskraft zusammen.

Es geht also in der heutigen 10. Raunacht darum, unser Herz, unseren Herzraum zu spüren und uns mit der Kraft, die dort als Wille und Streben wohnt, zu verbinden. Dafür muss der Herzraum weit werden und das geht wiederum über den Atem und das Zwerchfell. Aus der In-Spiration kann nun in der Ausatmung die gestaltende Kraft entstehen. Wenn wir dieser Kraft Ausdruck verleihen, bringen wir uns in die Welt, erleben uns als lebendig und im guten Sinne machtvoll.

Nimm dir heute immer einmal wieder ein paar Minuten Zeit und spüre deinen Herzraum und die Strebungen, die du dort vorfindest. Verleihe ihnen über den Atem, über Bewegung, die du in dein Gesicht und deinen Körper bringst, Ausdruck, lass ruhig auch Töne entstehen. Genieße es, diese Kraft auch in die Hände und Arme kommen zu lassen. Freue dich an der Belebung, die entsteht, wenn du dich be-herzt.

Für die Tagesthemen der Raunächte danke ich Labdanum, https://labdanum.de
Text: le
Fotos: Полина Андреева auf Pixabay, le

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