Letzte Sätze, Folge 14 – Tiziano Terzani

Angela, auf besuch in meiner Einsiedelei, amüsierte sich, als sie sah, wie ich mit einem Taschentuch die fliegen in meinem zimmer einfing, um sie dann am fenster in die freiheit fliegen zu lassen. Auch mir machte es spaß, nicht etwa, weil ich glaubte, sie könnten die reinkarnation von iregendjemandem sein, sondern weil ich darin eine gelegenheit sah, in Harmonie mit anderen Lebewesen zu leben, dem leben kein leben zu nehmen.

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Letzte Sätze, Folge 13

Gnade ist eines der Wörter, die man mit Samthandschuhen anfassen soll und auch nur, wenn es kein geringeres gibt. Trotzdem trifft es dieses Wort als einziges. Das Dasein ist nämlich so eingerichtet, dass sich selbst Typen wie Kai Molester Hoffnung machen können, dass die natürliche bergab gehende Richtung ihres Lebens von einem Kreuzweg unterbrochen wird. Und am Ende des neuen Wegs, der sich einen Augenblick lang öffnet, liegen zarte, gewagte, aber auch verfeinerte Möglichkeiten.
„Mach einfach mit“, sage ich.
Er hebt die Arme, der Regen hat zugenommen. Ganz langsam, unter einem leuchtenden Nachthimmel, tanzen Peter Finø und Kai Molester den Finøwalzer.

PETER HØEG, Die Kinder der Elefantenhüter

Letzte Sätze, Folge 12

Nicht in die Natur einzugreifen, sie wirken zu lassen, ist für viele Leute eine sehr schwierige Aufgabe. Die meisten Menschen hier haben den Drang, die Natur wie eine Küche aufräumen zu müssen. Wenn wir lernen, die natürlichen Kleinlebensräume um uns herum ganz entspannt in Ruhe zu lassen, können wir erleben, wie all diese Lebensnetzwerke ganz ohne menschliche Eingriffe in Einklang kommen und für ein gesundes und stabiles Gesamtsytem sorgen.

Kurt Forster (Permakulturist), Mein Selbstversorgergarten am Stadtrand

 

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