
Seit der europäischen Antike gelten die zwölf Tage und Nächte zwischen dem 24. Dezember und dem 6. Januar als Heilige Zeit.
Es sind die Tage, an denen das Dunkle im Kampf mit dem Hellen ist. Natürlich galten Weiterlesen

Seit der europäischen Antike gelten die zwölf Tage und Nächte zwischen dem 24. Dezember und dem 6. Januar als Heilige Zeit.
Es sind die Tage, an denen das Dunkle im Kampf mit dem Hellen ist. Natürlich galten Weiterlesen

Als Karl Valentin sagte, Kunst sei schön, mache aber viel Arbeit, muß er an die Landschaftsfotografen gedacht haben. Landläufig gibt es ja die Auffassung, dass der Landschaftsfotograf halt seine Kamera dabei hat, wenn er unterwegs ist, und wenn er was Schönes sieht, nimmt er es auf. Weit gefehlt. Weiterlesen

Und natürlich stimmt es, was einige kritische Stimmen anmerkten: Stolen Moments, gedehnte Blicke also nicht nur für die Augen, sind musikalisch nicht nur im Jazz zu haben. Weiterlesen

Es spricht grundsätzlich für die Qualität eines Buches, wenn es auch nach der ersten Lektüre einen langen Nachhall erzeugt. Bei mir ist Weiterlesen
Unpoetisch: Mehrzweckhalle
Poetisch: Romanische Kirche
Unpoetisch: Multivan
Poetisch: Marzipan
Unpoetisch: Gender Mainstreaming
Poetisch: „Mann und Weib und Weib und Mann reichen an den Himmel an“
Unpoetisch: Honecker
Poetisch: Heidegger

Stolen Moments – gestohlene Momente, das sind Augenblicke, die man der Welt stiehlt, die man ihr vorenthält, die man ganz für sich hat. Ohne Funktionieren, Streß, ohne Sorge, ohne Bekümmertheit.
Ob Oliver Nelson, der Komponist, diese Gedanken mit dem Titel dieses Jazzklassikers verband, weiß ich nicht. Mir aber fallen sie dazu ein. Ich liebe dieses Stück, es ist heiter-entspannt mit Tiefgang – „laid back“ wie es in der Jazzsprache heißt. Wie überhaupt der Jazz der frühen 60er zu meinen persönlichen Favoriten gehört.
Es gibt viele Fassungen des Stücks, viele überzeugen (mich) nicht. Eine aber tut es. Es ist die Version von Frank Zappa, erschienen auf dem Album „Broadway The Hard Way“ von 1988. Man muß dazu sagen, auch wenn es ein wenig lästerlich ist, dass diese Version auch deshalb so gut ist, weil Zappa sich als Musiker raushält und seine Jungs, allesamt Könner höchster Güte, machen läßt. Allen voran Walt Fowler, dessen Trompetensolo das von Freddie Hubbard auf der 1961er Version übertrifft. Aber da mag jede(r) sich selbst ein Urteil bilden.
Da ich schlichtweg unfähig bin, Videos einzubinden, kann ich hier nur ein Foto präsentieren:

Wie auch immer –
Allen Leserinnen und Lesern wünsche ich – nicht nur zum 2. Advent – zahlreiche Gestohlene Momente!

Marlen Haushofer gehört nicht eben zu den bekannten Namen der deutschsprachigen Literatur der Gegenwart. Zu Unrecht. Ihr Roman „Die Wand“, erschienen 1963, darf als ihr Meisterwerk gelten. Bekannt wurde er durch die Verfilmung durch Julian Pölsler (2012) mit Martina Gedeck in der Hauptrolle. Lange hatte der Roman als unverfilmbar gegolten. Pölsler hat sich nach den vorliegenden Informationen 7 Jahre Zeit genommen für die Entwicklung von Konzeption und Drehbuch. Dieser gewissermaßen gedehnte Blick hat sich wirklich gelohnt. Denn der Film gibt mit seinen Mitteln die Stimmung und die Tiefe des Buches authentisch wieder. Lange Einstellungen, gut komponierte Bilder, dazu die sanft-eindrückliche Stimme von Martina Gedeck, die den inneren Monolog der namenlosen Protagonistin spricht.
Man muss sagen, dass Weiterlesen