Wir haben die Schönheit verbannt, die Griechen griffen für sie zu den Waffen. Ein erster, doch grundlegender Unterschied. Für das griechische Denken war stets die Begrenzungsidee vorherrschend. Es hat nichts auf die Spitze getrieben, weder das Heilige, noch die Vernunft, weil es nie etwas verleugnete, weder das Heilige, noch die Vernunft. Es hat alles einbezogen, den Schatten durch das Licht ins Gleichgewicht bringend. Unser Europa hingegen, das sich berufen fühlt, alles zu erobern, ist die Tochter der Unmäßigkeit. Es leugnet die Schönheit, wie es alles leugnet, was es nicht anbetet. Und es betet, sei es auch auf verschiedene Weise, ein Einziges an: den zukünftigen Sieg der Vernunft. In seinem Wahn versetzt es die ewigen Grenzen, und in diesem Augenblick stürzen sich düstere Erinnyen darauf und zerreißen es. Nemesis wacht, die Göttin des Maßes, nicht der Rache. Alle, die die Grenzen überschreiten, werden von ihr unerbittlich gestraft.
Neulich war ich im Biomarkt und stand vor dem Regal mit dem Knabberzeugs. Und was sehen meine Augen: eine Tüte „Studierendenfutter“. Daneben entdeckte ich von einer anderen Marke ein „StudentInnenfutter“. Und da noch ein „Student*innen_futter“. Da sahen meine trüben Augen eine Packung mit „Studentenfutter“. Ich nahm sie erleichtert in die Hand und las mir das Kleingedruckte auf der Packung durch. Da stand, dass sich die Firma entschlossen habe, aus Geschlechtergerechtigkeitsgründen, monatlich wechselnd, einmal die männliche, einmal die weibliche Form zu nehmen. Weiterlesen
Eine Zeitlang hatte ich regelmäßig in der Nachbarstadt zu tun und stellte meinen Wagen stets im selben Parkhaus ab. Mein Blick auf dem Weg durch das Parkhaus fiel über längere Zeit hinweg auf eine Reklametafel, die dort plaziert war. Weiterlesen
Man braucht nichts; es genügt, essen, arbeiten und schlafen zu können. Warum soll man sich alle möglichen berühmten Filme ansehen, wenn man nur ein Fenster öffnen muß, um die grüne Welt dort draußen sehen zu können?
Ich bin eine Feder im hellen Himmel Ich bin das blaue Pferd, das über die Prärie läuft Ich bin der Fisch, der glitzernd im Wasser schwimmt Ich bin der Schatten, der dem Kind folgt Ich bin der Hunger eines jungen Wolfs Ich bin der Traum von allen Dingen Verstehst du: ich lebe, ich lebe Navarre Scott Momady
Dort, wo vor kurzem noch ein Einfamilienhaus stand, gähnt nun eine Baugrube. Ein großes Schild auf Pfosten verspricht die Errichtung von Premiumwohnungen.
Vom vormaligen Haus ist nur noch ein kleines Gartentor und eine Säule mit Klingel, Gegensprechanlage und Briefkasten übriggeblieben. Weiterlesen