Mein (un)poetischer Alltag – Der alte und der junge Mann

Unter dem riesigen Ficus, am Vorplatz an der Plaza Glorietta, sitzt still ein alter Mann. Er tut nichts. Er sitzt einfach nur da. Neben ihm ein Eimer, vielleicht hat er damit irgendetwas gearbeitet, Blätter aufgesammelt oder was immer. Er sitzt da, die Hände auf dem Rundmäuerchen um den Baum aufgestützt. So kann man dasitzen. Und nichts tun. Einfach so. So geht das (denkt einer in mir). Weiterlesen

Mein (un)poetischer Alltag – Die Katze W.

Einen ganzen Tag habe ich es ausgehalten, die Katze im Ferienhäuschen nicht zu füttern. Die Katzen von früher sind nicht mehr da. Vielleicht sind sie ja nicht mehr. Die jetzige Katze hat sich gleich mir zugehörig verhalten. Sie sieht aus wie das Kind der einen Katze von früher, sie ist ebenso wuschelig. Andererseits gibt sie ständig Laute von sich, die zwischen einem Schreien und einem Quietschen liegen. Weiterlesen

Letzte Sätze 11 – Haruki Murakami

„Nicht alles verschwindet im Fluß der Zeit.“ Das war es, was Tsukuru Eri bei ihrem Abschied am Ufer des Sees in Finnland hatte sagen wollen und nicht hatte in Worte fassen können. „Damals haben wir bedingungslos an etwas geglaubt. Wir hatten die Fähigkeit, an etwas zu glauben. Sie kann doch nicht so einfach völlig veschwunden sein.“

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