Geboren bin ich 1957 in Deggendorf. Schon als Kind habe ich mich ausdauernd mit langsamen und poetischen Dingen beschäftigt. Neben den äußeren Vorgängen haben mich immer die inneren beschäftigt. So wußte ich bereits mit 12 Jahren, daß ich Psychologie studieren wollte. Das Studium selbst war eine Enttäuschung, aber mich im Seelischen kundig zu machen (= Psychologie) ist eine Leidenschaft geblieben. Deshalb arbeite ich seit 1985 in diesem Beruf, seit 1991 bin ich in eigener Praxis niedergelassen.
Parallel habe ich mich immer mit Kunst beschäftigt, d.h. mit Literatur, mit Theater und mit bildender Kunst, dazu auch mit Philosophie (die ich als "Befreundung mit der Weisheit" verstehe).
Meine eigene, autodidaktische Beschäftigung mit Fotografie mündet seit 2003 in eigene fotografische Projekte. Seit 2013 stelle ich regelmäßig aus, 2016 war ich auf der Shortlist des "Kunst Heute Awards" in der Sparte Fotografie.
Auf der Webseite erscheinen deshalb gelegentlich Fotografien von mir. Einige sind "offizielle" Arbeiten, die auch in Ausstellungen zu sehen sind. Andere entsprechen einfach nur dem "gedehnten Blick" ohne größeren künstlerischen Anspruch.
Mehr läßt sich erfahren unter www.eder.photography.
Marie, pass auf, ich versteh ja, dass du dich nicht schmutzig machen willst. Und dass das ein Abenteuer ist, bei dem man nicht so genau weiß, was dabei herauskommt. Aber man muss auch mal was riskieren. Und das ist eine Chance, verstehst du? Mutter und Tochter saßen inzwischen beim zweiten Aperol und redeten sich die Köpfe heiß. Zumindest die Mutter. Marie verzog das Gesicht, rutschte auf ihrem Launschsessel immer tiefer und schaute spätestens alle fünf Minuten auf ihr Händi. Weiterlesen
Ej, was hastn du gemacht? fragte Marie ihre Stiefschwester Gunda, als die durch die Tür hereinkam. Gunda strahlte und strahlte, noch mehr als sonst. Diese ständige Positivität konnte einem echt auf den Keks gehen. Und jetzt kam die zur Tür reingeschneit, faselte was von Frau Holle oder sonem Kinderkram und dann legte sie auch noch ein paar kleine Goldbrocken auf den Tisch. Marie griff sofort danach, untersuchte sie gierig und sagte Na, das wollen wir aber schwesterlich teilen, oder?. Und Gunda, die doofe Gunda, willigte tatsächlich ein. Weiterlesen
Jeder Moment der Teilhabe an der Weiträumigkeit des Seins vertieft den Kontext der Heilung. Jeder Moment, der direkt erfahren wird, löst die Verhaftung an unserem Leid. Die Kraft der Heilung wächst mit jedem Augenblick, wenn wir allem Unbehagen achtsam und offenherzig in der Gegenwart begegnen – in der wir alles finden können, was wir suchen.
Worte sind mehr als Worte. Sie sind nicht bloß Vehikel, vermittels derer Botschaften transportiert werden. Vielmehr schwingen sie, nach außen und nach innen. Sie erzeugen Resonanzen oder eben auch nicht. In einer Zeit der Herrschaft digitaler Information ist es umso wichtiger, der Sprache gegenüber sensibel zu sein. Worte sind Schwebeteilchen der inneren und äußeren Kommunikation. Sie sind Botenstoffe von Bedeutungen und Affekten. Weiterlesen
Er selbst hat allem Augenschein nach ebensowenig Aufhebens von sich gemacht wie seine Romanfiguren. Spätestens jedes zweite Jahr aber konnte man mit einem Roman aus seiner Feder rechnen. Und nicht wenige kamen zu dem Schluß, Weiterlesen
Die altbekannte Frage, welche drei Bücher man auf eine einsame Insel mitnehmen würde, führt mich zu C.G. Jungs „Erinnerungen, Träume, Gedanken“. Es handelt sich bei dem Buch um eine Autobiographie Jungs, die in Gesprächen Weiterlesen
Das digitale Zeitalter, diese Einsicht entnehme ich dem Buch „Unsterbliche“ von Friedrich Kittler, ruht im wesentlichen auf den Schultern zweier Männer. Einer davon ist der Mathematiker Claude Elwood Shannon. Er bewies 1937 in seiner Magisterarbeit, daß alle Logik in einfache elektrische Telegraphenrelais paßt. Dies war der Grundstein der Informationstheorie. Weiterlesen