Zum 250. Geburtstag von Friedrich Hölderlin (20.3.1770 – 7.6.1843)

Wenn wir an Friedrich Hölderlin denken, dann denken wir vor allem an einen Sucher. An einen Suchenden, dessen Suche uns tragisch anmutet. Und wir denken an einen, dessen Suche unablässig war. An einen, der, trotz der widrigsten Umstände, nie aufgehört hat zu suchen. Und wir denken an einen, der ein literarisches Werk hervorgebracht hat, das viele andere Suchende, bis in die Jetztzeit hinein, angezogen hat und anzieht. Weiterlesen

Zitat des Tages – 16. März 2020

Existieren, rein und fraglos zu exisistieren hat ihm etwas bedeutet, sein Leben lang, war ihm gar alles. Vom Universum, als etwas wohl zu Berechnendem, aber Unerforschlichen, hat er sich keinerlei Antwort für angebliche Existenzfragen erwartet und es schweigend verehrt. Er war, erzählt man, ein Frauenverehrer, ist aber bis zuletzt kaum mit einer Frau allein gesehen worden. Dabei soll er als junger Mann etwas von einem Bräutigam gehabt haben, still und zugleich aufgeregt, wie fiebrig, jedenfalls ständig in Erwartung, bereit, mit oder ohne Blume im Knopfloch.

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Mein (un)poetischer Alltag – Der alte und der junge Mann

Unter dem riesigen Ficus, am Vorplatz an der Plaza Glorietta, sitzt still ein alter Mann. Er tut nichts. Er sitzt einfach nur da. Neben ihm ein Eimer, vielleicht hat er damit irgendetwas gearbeitet, Blätter aufgesammelt oder was immer. Er sitzt da, die Hände auf dem Rundmäuerchen um den Baum aufgestützt. So kann man dasitzen. Und nichts tun. Einfach so. So geht das (denkt einer in mir). Weiterlesen