Mein (un)poetischer Alltag – Corona, der alte Weise und der sehr sehr junge Mann

In den Zeiten des Coronavirus einen Rückflug von den Kanarischen Inseln nach Deutschland zu bekommen, war nicht unbedingt eine leichte Angelegenheit. Es hat Nerven gekostet und am Tag des Abflugs merke ich dies deutlich. Mein ganzer Körper rebelliert, die Spannung zeigt sich in Übelkeit und starkem Schwindel. Ich weiß garnicht, wie ich in diesem Zustand in mein Auto, geschweige denn, wie ich in ein Flugzeug steigen soll. Die Rückreise scheint in Gefahr. Weiterlesen

Lied des Tages – Orléans (David Crosby)

Es gibt für einen selbst Lieder, deren Klang und deren Reiz über Lebensperioden und Jahrzehnte hinweg klingt. Zeitlos gewissermaßen.

In diesem Fall ist es ORLÉANS von David Crosby, aus seinem Album If I could only remember my name (Wenn ich mich nur an meinen Namen erinnern könnte) aus dem Jahr 1971. Es war Crosby’s erstes Soloalbum nach den Jahren bei den Byrds und in der Formation mit Stephen Stills, Graham Nash und teilweise auch mit Neil Young.
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Mein (un)poetischer Alltag – Der alte und der junge Mann

Unter dem riesigen Ficus, am Vorplatz an der Plaza Glorietta, sitzt still ein alter Mann. Er tut nichts. Er sitzt einfach nur da. Neben ihm ein Eimer, vielleicht hat er damit irgendetwas gearbeitet, Blätter aufgesammelt oder was immer. Er sitzt da, die Hände auf dem Rundmäuerchen um den Baum aufgestützt. So kann man dasitzen. Und nichts tun. Einfach so. So geht das (denkt einer in mir). Weiterlesen

Mein (un)poetischer Alltag: Hai, ich bin der Dennis!

Wenn früher der Handwerker kam, stand meist ein kompakter Herr vor der Tür, der in etwa sagte Mir komme von der Firma Meier zwega dera Waschmaschin oder so ähnlich. Es erfolgte dabei in der Regel keine Namensnennung und der Mann blickte durch einen hindurch, denn er wollte nur eines: zur Waschmaschin‘ und sonst nix. Kein Drumherum, sondern pures Aufgeht’s. Im Gefolge Weiterlesen

Mein (un)poetischer Alltag – Vernasche die Welt

Consumo ergo sum  – so lautet wohl der unbewußte Wahlspruch des Menschen in der spätmodernen Zivilisation.

Die leere und zertretene Pappschachtel entdecke ich beim morgendlichen Hundespaziergang. Der Weltvernascher hat sie nach dem Weltvernaschen neben den Weg geworfen und dort liegenlassen. Beim Weltvernaschen scheint es sich um eine nicht nur bedeutsame sondern auch kräftezehrende Tätigkeit zu handeln. Denn der Weltkonsument konnte die Schachtel wohl bis zum Ende des Verzehrs tragen, danach aber verließen ihn scheinbar alle Kräfte und er mußte sich, womöglich schweren Herzens, sofort von der Schachtel trennen. Hoffentlich konnte er seinen Weg noch aus eigenen Kräften fortsetzen! Weiterlesen

Mein (un)poetischer Alltag: das Bergtrikot II – oder warum Kettenöl gut fürs Selbstbewußtsein ist

Letzte Woche kam ich nach meiner peinlichen Niederlage auf der „Bergetappe“ (5% Steigung auf ca. 80m) auf die glorreiche Idee, dass ich nicht mehr Kondition, sondern eine geschmierte Kette und Ritzel brauche. Gesagt, getan. Mein Tourenrad schnurrt seither wie ein Kätzchen und läuft – eben wie geschmiert.

Letzte Woche war leider Weiterlesen

Mein (un)poetischer Alltag. Heute: das Bergtrikot

Wie ich hier möglicherweise schon einmal angedeutet habe, erreiche ich noch dieses Jahr das Seniorenticketalter. Dies macht zwar einiges schwerer, vieles aber auch leichter.  Z.B. läßt so mancher Alltagsehrgeiz, der mich früher des öfteren anflog, einfach nach.

Naja, nicht immer. Gestern war Mittwoch. Und mittwochs fahre ich immer mit dem Fahrrad in die Praxis. Eine schöne Strecke, zumindest der erste Teil, denn er führt am Neckar entlang, bevor man dann nach ein paar Kilometern in Beton- und Asphaltwelten der Großstadt eintaucht.  Weiterlesen