Sommer

 

Auf die Filme von Eric Rohmer wurde in der Radikalen Poesie bereits mehrmals Bezug genommen.
Sie sind von einer Leichtigkeit und einem poetischen Zeitmaß, die man beide in der Jetztzeit oft schmerzlich vermisst. SOMMER aus dem Zyklus Jahreszeiten stammt aus dem Jahr 1996 und es kommt einem beim Betrachten des Films vor, als seien mindestens 50 Jahre vergangen. Kein HD, langsame Schnitte, lange Einstellungen und ein wunderbares narratives Schrittempo. Wie immer bei Rohmer scheint der Film fast nebenbei gedreht worden zu sein.
Und die Geschichte? Ach, schauen Sie lieber selbst!

 

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Video: youtube

Mein (un)poetischer Alltag – Vernasche die Welt

Consumo ergo sum  – so lautet wohl der unbewußte Wahlspruch des Menschen in der spätmodernen Zivilisation.

Die leere und zertretene Pappschachtel entdecke ich beim morgendlichen Hundespaziergang. Der Weltvernascher hat sie nach dem Weltvernaschen neben den Weg geworfen und dort liegenlassen. Beim Weltvernaschen scheint es sich um eine nicht nur bedeutsame sondern auch kräftezehrende Tätigkeit zu handeln. Denn der Weltkonsument konnte die Schachtel wohl bis zum Ende des Verzehrs tragen, danach aber verließen ihn scheinbar alle Kräfte und er mußte sich, womöglich schweren Herzens, sofort von der Schachtel trennen. Hoffentlich konnte er seinen Weg noch aus eigenen Kräften fortsetzen! Weiterlesen

Zitat des Tages – 4. Juni 2019

Bevor Menschen Forscher werden, sollten sie Philosophen werden. Sie sollten das Ziel des Menschseins erwägen und die Frage, was es ist, das die Menschheit erschaffen sollte. Ärzte sollten zuerst grundsätzlich bestimmen, waas es ost, wovon menschliche Wesen im Leben abhängen

Masanobu Fukuoka (Grenzen der wissenschaftlichen Methode, in: Der Große Weg hat kein Tor)

 

Beitragsbild: http://scarabeokheper.altervista.org/

Regen

Gibt es etwas Poetischeres als Regen?

Radikale Poesie meint: nein, jedenfalls nicht viel …

 

Beitragsfoto: Pixabay. Video: Yotube

Das (verspätete) Kalenderblatt – Mai 2019

Tatsachen lassen sich nicht wegleugnen. Dadurch, dass man zu ihnen steht, verschlimmern sie sich nicht. Dadurch, dass man sie verschweigt, verschwinden sie nicht. Und weil sie wahr sind, müssen wir uns damit beschäftigen.

Was nicht wahr ist, kann auch nicht gelebt werden. Und Menschen können Wahrheiten ins Auge blicken, weil sie bereits damit leben.

EUGENE GENDLIN

 

 

Wer Orte der Stille aufsucht, hat oft auch kein WLAN. Diesem Umstand ist das Kalenderblatt der Radikalen Poesie im Mai zum Opfer gefallen. Deshalb kommt die Kaligrafie von Hans Neidhardt mit dem Zitat von Eugene Gendlin mit etwas Verspätung.

Eugene Gendlin war Weiterlesen