Zitat des Tages – 6. Juli 2019: Helen und Scott Nearing

Die Nutzung von Holz war schon immer eine grundlegende Einnahmequelle, eine angenehme Freizeitbeschäftigung und eine gesundheitsfördernde Tätigkeit, seitdem Menschen lernten, Feuer zu machen und es für ihre Zwecke zu gebrauchen. Diese Methode ist noch immer beliebt, sogar in den Zentren der Technologie, der Mechanisierung und der Automation. Holz heizt Häuser und hilft bei der Nahrungszubereitung in Millionen Häusern und Höfen auf dem ganzen Planeten.

Die Forstnutzung kann von all jenen ausgeübt werden, die ein Haus bzw. eine Farm besitzen. Man benötigt nur ein paar einfache Handwerkzeuge, deren Benutzung ohne weiteres schnell erlernt werden kann. Die freie Zeit, die sonst vor dem Fernsehgerät verbracht wird, läßt sich auf diese Weise sinnvoll nutzen. Und schließlich halten sich sogar gebrechliche alte Knaben im Freien auf, leisten dabei einen echten und wesentlichen Beitrag zum Familieneinkommen und erhöhen den Familienkomfort durch ein knisterndes Feuer.

Helen und Scott Nearing (1979)

 

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Mein (un)poetischer Alltag: Hai, ich bin der Dennis!

Wenn früher der Handwerker kam, stand meist ein kompakter Herr vor der Tür, der in etwa sagte Mir komme von der Firma Meier zwega dera Waschmaschin oder so ähnlich. Es erfolgte dabei in der Regel keine Namensnennung und der Mann blickte durch einen hindurch, denn er wollte nur eines: zur Waschmaschin‘ und sonst nix. Kein Drumherum, sondern pures Aufgeht’s. Im Gefolge Weiterlesen

Sommer

 

Auf die Filme von Eric Rohmer wurde in der Radikalen Poesie bereits mehrmals Bezug genommen.
Sie sind von einer Leichtigkeit und einem poetischen Zeitmaß, die man beide in der Jetztzeit oft schmerzlich vermisst. SOMMER aus dem Zyklus Jahreszeiten stammt aus dem Jahr 1996 und es kommt einem beim Betrachten des Films vor, als seien mindestens 50 Jahre vergangen. Kein HD, langsame Schnitte, lange Einstellungen und ein wunderbares narratives Schrittempo. Wie immer bei Rohmer scheint der Film fast nebenbei gedreht worden zu sein.
Und die Geschichte? Ach, schauen Sie lieber selbst!

 

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Video: youtube

Mein (un)poetischer Alltag – Vernasche die Welt

Consumo ergo sum  – so lautet wohl der unbewußte Wahlspruch des Menschen in der spätmodernen Zivilisation.

Die leere und zertretene Pappschachtel entdecke ich beim morgendlichen Hundespaziergang. Der Weltvernascher hat sie nach dem Weltvernaschen neben den Weg geworfen und dort liegenlassen. Beim Weltvernaschen scheint es sich um eine nicht nur bedeutsame sondern auch kräftezehrende Tätigkeit zu handeln. Denn der Weltkonsument konnte die Schachtel wohl bis zum Ende des Verzehrs tragen, danach aber verließen ihn scheinbar alle Kräfte und er mußte sich, womöglich schweren Herzens, sofort von der Schachtel trennen. Hoffentlich konnte er seinen Weg noch aus eigenen Kräften fortsetzen! Weiterlesen