Consumo ergo sum – so lautet wohl der unbewußte Wahlspruch des Menschen in der spätmodernen Zivilisation.
Die leere und zertretene Pappschachtel entdecke ich beim morgendlichen Hundespaziergang. Der Weltvernascher hat sie nach dem Weltvernaschen neben den Weg geworfen und dort liegenlassen. Beim Weltvernaschen scheint es sich um eine nicht nur bedeutsame sondern auch kräftezehrende Tätigkeit zu handeln. Denn der Weltkonsument konnte die Schachtel wohl bis zum Ende des Verzehrs tragen, danach aber verließen ihn scheinbar alle Kräfte und er mußte sich, womöglich schweren Herzens, sofort von der Schachtel trennen. Hoffentlich konnte er seinen Weg noch aus eigenen Kräften fortsetzen! Weiterlesen
Bevor Menschen Forscher werden, sollten sie Philosophen werden. Sie sollten das Ziel des Menschseins erwägen und die Frage, was es ist, das die Menschheit erschaffen sollte. Ärzte sollten zuerst grundsätzlich bestimmen, waas es ost, wovon menschliche Wesen im Leben abhängen
Masanobu Fukuoka (Grenzen der wissenschaftlichen Methode, in: Der Große Weg hat kein Tor)
Tatsachen lassen sich nicht wegleugnen. Dadurch, dass man zu ihnen steht, verschlimmern sie sich nicht. Dadurch, dass man sie verschweigt, verschwinden sie nicht. Und weil sie wahr sind, müssen wir uns damit beschäftigen.
Was nicht wahr ist, kann auch nicht gelebt werden. Und Menschen können Wahrheiten ins Auge blicken, weil sie bereits damit leben.
EUGENE GENDLIN
Wer Orte der Stille aufsucht, hat oft auch kein WLAN. Diesem Umstand ist das Kalenderblatt der Radikalen Poesie im Mai zum Opfer gefallen. Deshalb kommt die Kaligrafie von Hans Neidhardt mit dem Zitat von Eugene Gendlin mit etwas Verspätung.
Halm wachte auch in den Ferien auf, als müsse er in die Schule, aber nachdem er aufgestanden war, tat es ihm gut, jede Bewegung ein bißchen verkommen lassen zu dürfen
§ 2: Es wird angestrebt, die Fähigkeit, entspannt zu schweigen, in allen Bereichen des öffentlichen und privaten Lebens zu fördern. Hierzu werden im Bereich von Bildung und im Gesundheitswesen entsprechende Programme und Fördermaßnahmen angeregt. Insbesondere soll der Fähigkeit, einfach nur entspannt dazusitzen und vor sich hinzuschauen, in der öffentlichen Darstellung eine positive Bedeutung zukommen. Auch soll die gesundheitsfördernde Wirkung von Entspannung und Ruhe ohne Medienkonsum und jenseits aller Geschäftigkeit mehr in den Vordergrund gerückt werden.