RAUM, SPÄTER (2014)
Wenn wir verlassene, aufgegebene Räume betreten und uns darin aufhalten, umfängt uns das Gewesene, das einst in diesen Räumen anwesend war. Wir erleben ein Danach. Deshalb heißt diese Fotografie Raum, später.
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Wenn wir verlassene, aufgegebene Räume betreten und uns darin aufhalten, umfängt uns das Gewesene, das einst in diesen Räumen anwesend war. Wir erleben ein Danach. Deshalb heißt diese Fotografie Raum, später.
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Wenn wir an Friedrich Hölderlin denken, dann denken wir vor allem an einen Sucher. An einen Suchenden, dessen Suche uns tragisch anmutet. Und wir denken an einen, dessen Suche unablässig war. An einen, der, trotz der widrigsten Umstände, nie aufgehört hat zu suchen. Und wir denken an einen, der ein literarisches Werk hervorgebracht hat, das viele andere Suchende, bis in die Jetztzeit hinein, angezogen hat und anzieht. Weiterlesen
Herta Müller
Es gibt für einen selbst Lieder, deren Klang und deren Reiz über Lebensperioden und Jahrzehnte hinweg klingt. Zeitlos gewissermaßen.
In diesem Fall ist es ORLÉANS von David Crosby, aus seinem Album If I could only remember my name (Wenn ich mich nur an meinen Namen erinnern könnte) aus dem Jahr 1971. Es war Crosby’s erstes Soloalbum nach den Jahren bei den Byrds und in der Formation mit Stephen Stills, Graham Nash und teilweise auch mit Neil Young.
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Unter dem riesigen Ficus, am Vorplatz an der Plaza Glorietta, sitzt still ein alter Mann. Er tut nichts. Er sitzt einfach nur da. Neben ihm ein Eimer, vielleicht hat er damit irgendetwas gearbeitet, Blätter aufgesammelt oder was immer. Er sitzt da, die Hände auf dem Rundmäuerchen um den Baum aufgestützt. So kann man dasitzen. Und nichts tun. Einfach so. So geht das (denkt einer in mir). Weiterlesen
Einen ganzen Tag habe ich es ausgehalten, die Katze im Ferienhäuschen nicht zu füttern. Die Katzen von früher sind nicht mehr da. Vielleicht sind sie ja nicht mehr. Die jetzige Katze hat sich gleich mir zugehörig verhalten. Sie sieht aus wie das Kind der einen Katze von früher, sie ist ebenso wuschelig. Andererseits gibt sie ständig Laute von sich, die zwischen einem Schreien und einem Quietschen liegen. Weiterlesen
Er war einer der ganz Großen des Jazz. Einer, der das Klavier lebte und der einen ganz eigenen, davor nie gehörten Stil, dieses Instrument zu spielen, entwickelte. Wesentlich hat hierzu sein Mittun im legendären Quartett von John Coltrane beigetragen. Tyner hatte dort die Aufgabe, dem Klang des Quartetts Weite und Fülle zu verleihen. Weiterlesen